Bryceyoga – Interview mit Brice Iida-Klein

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Vor kurzem habe ich euch hier über meine Erfahrungen vom Bryceyoga Retreat am Wörthersee berichtet.
Was ihr bislang noch nicht wusstet, Ju von juyogi.com und ich, durften Briohny und Dice  ( = Bryceyoga) auch interviewen!

Diese Information erreichte mich übrigens recht kurzfristig – undzwar etwa 15 Minuten bevor es los gehen sollte : )  Eigentlich eine ganz wunderbare Sache, denn wir gehen oft viel zu verkopft und planmäßig an Dinge ran…

Spontan ist manchmal einfach besser – und so hatte ich ein wundervolles, entzückendes und lustiges Gespräch mit Dice Ilda-Klein. Yogalehrer, Acropartner, Handstandkünstler, Familienpapa und Ehemann von Briohny Smyth.


english version below

 

ERINNERST DU DICH AN DEINE ERSTE YOGABEGEGNUNG?

Ich erinnere mich ziemlich gut daran. Ich dachte immer, Yoga wäre nur etwas für sehr flexible Menschen. 8 Jahre, bevor ich begann, konnte ich nicht mal meine Zehen berühren. Also dachte ich, das wäre nichts für mich…
Meine erste Yogaklasse war im August 2007, in Santa Monica, LA. Es waren 90 Minuten Vinyasa Flow, Level 2-3.
Um es kurz zu machen: ich habe bis zu dieser Stunde noch nie so körperlich hart gearbeitet. Es war großartig! Und da ich so sehr mit mir beschäftigt war, passierte zum ersten Mal auch nicht mehr viel in meinem Geist und meinem Kopf! Und das war der ausschlaggebende Punkt weshalb ich weiter machte!

 

WARST DU DER EINZIGE TYP IN DER KLASSE?

Ich glaube es waren insgesamt 40 Teilnehmer. Ich war einer von drei Männern. Der Rest waren Frauen. Das ist natürlich der andere Grund für Single Männer: es gibt eine Menge schöner Damen in Yogapants. Das zieht viele Männer an! Ich finde das ziemlich lustig, aber es ist auch ziemlich wahr. Das war natürlich nicht der einzige Grund ; )

 

HAST DU JEMALS EINE YOGASTUNDE VERLASSEN?

Es gibt kein Richtig oder Falsch bei dieser Angelegenheit. Jeder ist berechtigt eine Yogaklasse zu verlassen, wenn es sich nicht gut anfühlt. Ich persönlich finde, dass es hier um Respekt geht! Ich würde eher etwas länger in der Haltung des Kindes ruhen, als einfach zu gehen. Es sei denn, ich bin verletzt. Aber das ist natürlich was anderes. Allein aus Respekt der anderen Person gegenüber, habe ich das noch nie getan

 

IHR REIST MIT EUREN KINDERN. EMPFINDET IHR UNTERSCHIEDE INSBESONDERE ZWISCHEN ASIEN UND EUROPA?
WERDET IHR ALS FAMILIE UNTERSCHIEDLICH BEHANDELT?

Ich glaube nicht, dass wir unterschiedlich auf den verschiedenen Kontinenten behandelt werden.
Jeder ist sehr einladend und auch uns als Familie gegenüber sind alle immer super freundlich und verständnisvoll. Besonders wenn unser Sohn mit dem Jetlag zu kämpfen hat und alles zusammenschreit : ) Alle sind stets super nett, egal wo wir sind.

Allerdings hat keiner meiner Yogafreunde Kinder! Das ist eine Sache, die mir bei den jüngeren Yogis auffällt, nicht viele von ihnen haben Familien. Das ist natürlich ab und zu schwer zu vereinbaren. Wir haben eine Familie, wir haben Kinder und wir sind Yogalehrer, und natürlich auch immer Yogaschüler. Das kann schwierig werden.
Aber egal wohin wir gehen, alle sind nett.

 

HAST DU EINE GEHEIMZUTAT UM GEGEN DEN JETLAG ANZUKÄMPFEN?

(lacht) Ich würde sagen, die Geheimzutat ist es, keine Kinder mitzubringen. Aber wir machen das ; ) Ansonsten… versuche so viel wie möglich draussen in der Natur zu sein! Wenn die Sonne aufgeht, sei draussen. Bleib wach, so lange wie du kannst. Wenn die Sonne unter geht, kannst du dich hinlegen. Der Körper ist ein Wunderwerk! Er folgt dem Rhythmus, wenn du es zulässt.

 

HATTEST DU JEMALS DAS GEFÜHL, VON „ZU VIEL“ YOGA UMGEBEN ZU SEIN? 

Eigentlich nicht. Vielleicht ändert sich das. Aber in meinen 8 Jahren Yogapraxis und 8 Jahren als Yogalehrer, dachte ich niemals „No Yoga Today“. Ich glaube, wenn man etwas wahrhaftig genießt, ist es nicht irgendetwas das man tut, sondern eine Art wie man lebt. Es ist nichts wovon man jemals genug haben könnte.

Von der Asanapraxis kann ich natürlich Pausen nehmen. Für eins, zwei Tage… kein Problem. Der Körper braucht immerhin auch Erholung. Aber für mich ist Meditation die eigentliche Praxis. Und diese passiert nicht, wenn ich mich still hinsetze , eher wenn ich mich mit meinem Sohn und meiner Tochter beschäftige und ihnen meine volle Aufmerksamkeit schenke.
Yoga passiert die ganze Zeit und ich habe nie zu viel davon.

 

MATCHA ODER KAFFEE???

Kommt drauf an wo ich bin und zu welcher Zeit. Wenn ich Zuhause bin, bin ich mehr der Matcha- oder Tee-Trinker. Wenn ich reise, trinke ich definitiv Kaffee. Nicht das ich ihn unbedingt bräuchte, aber vor allem in Europa ist der Kaffee sooo gut. Zuhause mag ich normaler Weise keinen Kaffee, aber hier nehme ich ihn liebend gern.Ansonsten gibts Tee zuhause.

 

Die Warmherzigkeit und Offenheit von Briohny & Dice ist unglaublich inspirierend und ich freue mich, diese beiden Persönlichkeiten getroffen zu haben!

 

Für das Interview mit Briohnny, schaut unbedingt auf juyogi.com vorbei!

 


 

original interview

 

DO YOU REMEMBER YOUR VERY FIRST APPROACH TO YOGA?

I remember it very well. I always thought that yoga was for flexible people. 8 years before i started, i could not touch my toes. So i just thought it was not for me.
My first yoga class was in August 2007, in Santa Monica, LA. It was a 90 Minutes Vinyasa Class, Level 2-3. To put it in short terms, i had never been worked so hard physically until that class. It was amazing and since i was working so hard there wasn´t much going on in my mind or my head, for the first time! And that was the changing factor, why i decided to pursuit.


HAVE YOU BEEN THE ONLY GUY IN THERE?

I think there were 40 People. I was probably one out of three gentlemen. The rest were all ladies. Thats the other reason for single males. There are a lot of beautiful women in thights. That definitely draws a lot of males in it first. I think it´s funny, but ist pretty true. But that wasn´t the main reason ; )

 

DID YOU EVER LEAVE A YOGA CLASS?

There is no right or wrong to that. You are entitled to leave a class if it doesnt feel allright. But personally speaking, i feel there is some code of respect level and i would rather stay in a class and be in childs pose than just leaving. Unless i was unjured, but thats a different story. Just out of respect for the other person, i dont think i have never done that.

 

 YOU ARE TRAVELING WITH YOUR KIDS. DO YOU FEEL ANY DIFFERENCES ESPECIALLY BETWEEN ASIA AND EUROPE?  DO YOU GET TREATED DIFFERENTLY AS A FAMILY?

I dont think we get treated too differently between the continents. Everybody is very welcoming and when they know we have children they are always so kind and understanding ,especially when our Son is jetlaged an he is screaming his head of. Everybody is quit kind no matter where we go. People are the same as far as in that regard. It´s suprising in a good way again. Everybody is very kind and nice.
But i will say that all of the yogafriends that i have , non of them really have children. Thats the one thing i noticed among a lot of young yogis , they dont really have familys too much . Thats been one thing thats been hard to connect with some people sometimes. We have family , we have children and we are yogateachers, and we are yogastudents always. That can be a difficult thing. But wherever weg o, everybody is really kind.

 

DO YOU HAVE A SECRET INGREDIENT TO FIGHT AGAINST YOUR JETLEG?

I would say the secret ingredient to fight against jetlag, would be to not bring your children. But we do! The only thing , try to be out in mother nature as much as possible. When the sun is up, be outside. Stay up as much as you can. When the sun is down, that you can put yourself down. The body is amazing. It follows the rythm if you go with it.

 

DID YOU EVER FEEL THERE IS „TOO MUCH“ YOGA SURROUNDING YOU? 

Actually no. Maybe that´ll change.But In my 8 years of practising, and 8 years of sharing and teaching yoga i never once thought „no yoga today“. I think if you truly enjoy it, it´s not a really a thing that you do , it´s a way that you life. Yo you dont really think about it as something you can get sick of .
The asana practice , that i can take breaks from. For a day or two, no problem. Because sometimes my body needs rest. But for me mediation is more the real practise, so that´ll happens not when i just sit down , but when im dealing with my son, having attention, my daughter having attention. Yoga is happening all the time and i never really get sick of it.

 

MATCHA OR COFFEE?

Depends on where i am and the time. When im home, much more of a matcha, or green tea in general. When i travel i definately have coffee. It´s not that i need it but places ike europe especially, the coffee is so good. I normally dont like coffee at home , but i will have it here. I love coffee here. But otherwise it´s tea at home.

Thank you for your affection and openness. I truly enjoyed the time together with you guys!

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